Konzerte in Heiligenstadt

konzert_hig1Für das öffentliche Konzert am Samstag, dem 11. Juni hoffe ich noch auf eine Rezension in der örtlichen Presse. Diese werde ich dann hier auch veröffentlichen. Am Herzen liegt mir jedoch, etwas zu dem Konzert am Freitag davor zu schreiben, als ich für die Schüler der 9. und 10. Klassen des Gymnasiums Bergschule St. Elisabeth gesungen habe. Liebe Leute, ich bin begeistert von diesem Publikum!

Wie können mehr als einhundert Schüler so leise sein, schon bevor das Konzert beginnt! Ich hatte den Eindruck, sie waren genauso gespannt darauf, was jetzt kommt wie ich. Soviel wohlwollende Neugier, soviel Erwartungsfreude in den Gesichtern!

Und dabei hatte ich nun wirklich keine Musik zu bieten, die es mit Tempo oder Lautstärke mit den (vermeintlichen) Hörgewohnheiten der Jugend aufnehmen könnte.

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Diese Jugendlichen brachten mir mit Aufmerksamkeit, Mitschwingen, Mitfühlen und unvermittelten, unverfälschten Reaktionen auf meine Lieder ganz gerade heraus und auf direktem Wege etwas Wichtiges bei: dass mit ihnen zu rechnen ist, wenn es die Sorge um den Mitmenschen betrifft, dass ihnen das Ringen um Authentizität und Bodenhaftung nicht egal ist, dass Liebe, Freundschaft und Vertrauen Werte sind, die ihnen etwas bedeuten. Dieses intensive, unmittelbare Mitgehen hat mich gepackt und durch das Programm getragen. Liedermacher haben keine Zukunft? Offenbar nur bei denen, die noch nie einem zuhören konnten. Der Welt- und Lebensgeschichten erzählende Bänkelsänger, Barde, Singer/Songwriter – wie auch immer – trifft auf ein junges Publikum, das nach dem Echo seiner Geschichten und Erfahrungen im eigenen Leben sucht – und es findet! Danke, liebe Bergschüler, für diese eindrucksvolle Unterrichtsstunde 🙂